Freitag, 22. Oktober 2010

Up to the West Coast...

Hallo liebe Leser,

da bin ich wieder. Ich wollte ja nach meinem letzten Beitrag eigentlich nur noch schnell die Bilder sortieren und dann weiterschreiben. Aber wie das manchmal (oder immer) so ist, hatte ich doch wieder viele andere Sachen zu tun und so sind nun doch schon wieder 10 Tage seit meinem letzten Beitrag vergangen. Mittlerweile sind aber nun alle Fotos die ich habe (bzw. alle die ich veröffentlichen möchte) hochgeladen und ich will dann jetzt auch mal schnell weiter erzählen.

Also am Freitag vor 2 Wochen haben wir uns aufgemacht, den Pacific Coast Highway von Los Angeles bis fast rauf nach San Francisco entlang zu fahren, da der Highway ja landschaftlich einiges zu bieten haben sollte und zu den schönsten Straßen der Welt zählt. Und so viel schonmal vorweg: wir wurden nicht enttäuscht. Wir sind also am Freitagmorgen gestartet und haben unseren ersten Zwischenstop schon kurz hinter Los Angeles in Santa Monica eingelegt und dort ein wenig den Strand und den Pier entlang zu gehen und die Aussicht zu genießen. Weiter ging es dann mit mehreren Zwischenstops über Malibu, Ventura und Santa Barbara bis nach Grover Beach, wo wir uns dann noch den Sonnenuntergang angesehen haben und uns anschließend auch ein Hotel gesucht haben. Am Samstag ging es dann nach dem Frühstück weiter Richtung Norden bis Morro Bay und anschließend die Bur-Sur-Küste entlang bis nach Monterey. Hier mussten wir dann aber leider den Highway 1 verlassen, um zu unserem Hotel nach Redwood City zu gelangen, was aber auch nicht weiter schlimm war, da es ohnehin schon dunkel wurde und wir uns den restlichen Teil des Highways für den nächsten Tag aufbewahren wollten. So sind wir dann also am Sonntag von unserem Hotel nach Half Moon Bay gefahren, um von dort aus das letzte Stück des Highways in südlicher Richtung bis nach Santa Cruz zu absolvieren. Nur leider war hier das Wetter zumindest am Morgen noch nicht sehr angenehm, wie man auch auf den Fotos erkennen kann. In Santa Cruz schien dann aber zum Glück wieder die Sonne und wir konnten uns nach einem schönen Wochenende wieder auf die Heimreise nach Long Beach machen. Die Fotos zu diesem Trip sind außerdem in chronologischer Reihenfolge geordnet, so dass man unsere Fahrt auch in etwa an den Fotos nachvollziehen kann. Und wem die ganzen Orte von denen ich hier die ganze Zeit geredet habe nichts sagen, der frage bitte bei Google nach.
 Nachdem das Wochenende vorüber war ging es von Montag bis Donnerstag natürlich wieder zur Uni und da gab es eigentlich nicht viel Neues. Das einzig Erfreuliche für mich war, das ich in den beiden Zwischenprüfungen aus der Vorwoche mit 100% und 103% doch recht erfolgreich abgeschnitten habe. Aber auch neben der Uni ist unter der Woche nicht viel angefallen. Zumindest fällt mir nichts außergewöhnliches ein und denke da jetzt schon ein bisschen länger drüber nach. Wir haben uns glaube ich schon voll auf die Vorbereitung des nächsten Wochenendes konzentriert, was aus heutiger Sicht das letzte Wochenende war. Dort sollte nämlich die für uns weiteste Reise während unseres Aufenthalts hier in Kalifornien anstehen, denn es ging zum Grand Canyon, und der ist immerhin knapp 800 km von Long Beach entfernt.

Um die Zeit so gut es geht auszunutzen sind wir also gleich am Donnerstagnachmittag nach der Uni losgefahren und waren dann auch „schon“ um ca. 23.30 Uhr an unserem Hotel in Williams, direkt an der Route 66. Somit hatten wir den ganzen Freitag und Samstag Zeit den Grand Canyon National Park zu erkunden und das habe wir dann auch gemacht. Wir sind dabei hauptsächlich am Grand Canyon entlang gewandert und haben die Aussicht genossen oder sind mit dem Auto die einzelnen Aussichtspunkte und Informationsstellen abgefahren. Und außerdem haben wir uns natürlich noch ein paar Museen angeschaut und uns ein bisschen über die Entstehung des Canyons informiert. Und ich muss auch schon sagen, dass der Grand Canyon doch so ziemlich das Beeindruckenste ist, was ich in der Natur so gesehen habe. Und wie immer habe ich natürlich auch hier jede Menge Fotos gemacht, von denen ich auch eine kleine Auswahl hochgeladen habe. Zu den Fotos muss ich aber leider sagen, dass sie die Größe des Canyons nur ansatzweise wiedergeben können und mit Sicherheit kein Vergleich zum persönlichen Eindruck sind. Trotzdem viel Spaß beim Anschauen.
Nach diesen tollen 2 Tagen sind wir dann auch gleich am Samstagabend noch wieder zurück nach Long Beach gefahren, denn wir hätten uns aufgrund der langen Rückfahrt am Sonntag ohnehin nicht mehr viel anschauen können. Und da es im Gegensatz zu Kalifornien in Arizona auch keine Sommerzeit gibt, wurde es auch schon um 6 Uhr dunkel und dann kann man nichts mehr machen im Park. Also waren wir schon Samstagnacht um 1 wieder in Long Beach. Das war auch ganz gut so, denn da ich am Montag schon wieder meine nächste Zwischenprüfung hatte, hatte ich so noch ein bisschen Zeit zum Lernen, auch wenn das glaube ich nicht so viel gebracht hat und die Prüfung deutlich schlechter ausfallen wird als die ersten Beiden.

Ansonsten ist von dieser Woche zu berichten, das hier leider so langsam der Herbst zu beginnen scheint. Wir hatten die ganzen Woche nur grauen Himmel und ständig Regenschauer zwischendurch. Also so ziemlich genau das Wetter, das ich aus Deutschland bestens kenne und vor dem ich eigentlich hierher geflüchtet bin. Nur die Temperaturen sind mit 20 Grad noch recht angenehm, auch wenn es von mir aus gerne nochmal wieder wärmer werden darf. Aber das Highlight der Woche war eigentlich der Earthquake/Evacuation-Drill am Donnerstag. Auch wenn das „Erdbeben“ nicht ganz überraschend kam (ich glaub ich vorher 3 Mails bekommen, in denen genau beschrieben war, dass die Übung von 10:21am bis 10:35am geht), war es doch ganz lustig anzusehen. Denn als um 10:21 tatsächlich der Feueralarm losging (Surprise!) mussten erstmal alle für 1 Minute unter den Tisch kriechen und dann musste das Gebäude schnell evakuiert werden. Wobei das mit „schnell“ natürlich immer so eine Sache ist, wenn alle wissen, dass es eh nur eine Übung ist. Aber gut. Und viel mehr spannendes gab es dann auch schon wieder nicht diese Woche.

Und jetzt ist schon wieder Wochenende. Aber dieses Wochenende ist zur Abwechslung mal nichts geplant. Jedenfalls für mich nicht. Meine Mitfahrerin Birthe hat nämlich heute Geburtstag und hat deshalb auch Besuch aus Deutschland, mit dem sie das ganze Wochenende verbringt. Damit hab ich endlich mal Zeit all die Sachen zu machen, die so in der letzten Zeit liegen geblieben sind, wie zum Beispiel mal den Blog aktualisieren. Was ich hiermit getan habe.

Damit mach ich denn auch mal wieder Schluss und wünsche auch euch allen ein schönes Wochenende.

Schöne Grüße aus dem nicht mehr ganz so sonnigen Long Beach

Sascha


Dienstag, 12. Oktober 2010

It's gonna be hot...

Hey Folks,

ich hab endlich mal wieder ein bisschen Zeit, um ein paar Neuigkeiten aus den Staaten zu berichten. Und ohne langes Rumgeschwafel gehts auch schon los.

Wie schon in meinem letzten Beitrag erwähnt, hatten wir uns ja dazu entschieden uns am Freitag vor 2 Wochen mal ein Baseballspiel anzutun. Es sollte das Spiel Los Angeles Angels gegen Chicago White Sox sein, und auch wenn alles was ich bisher im Fernsehen gesehen hatte eher dagegen sprach, hatte ich doch auf ein spannendes Spiel gehofft. Leider wurde ich enttäuscht. Baseball wird nun mal auch nicht besser wenn man live dabei ist. Und um ehrlich zu sein, war das Beste das Feuerwerk nach dem Ende des Spiels. Aber man konnte trotzdem viele spannende Dinge während des Spiels erleben. Vor allem, dass offensichtlich auch die anderen 40000 im Stadion nicht unbedingt wegen des Spiels da waren. Das Ganze schien mehr so eine Art Gelegenheit zu sein, mal wieder einen Familienausflug zu machen. Jedenfalls bestand ein Großteil der Zuschauer aus Familien. Das Stadium füllte sich dann auch erst so langsam zum zweiten oder dritten Inning und auch danach waren die Meisten mehr damit beschäftigt sich ständig Nachschub an Essen oder Getränken zu besorgen anstatt das Spiel zu beobachten. Das gleiche Bild dann auch wieder zum Ende des Spiels. Trotz eines Unentschiedens gingen sehr viele Zuschauer schon nach dem siebten oder achten Inning (für die Unwissenden unter euch: ein Spiel hat neun Innings plus Verlängerung wenn es Unentschieden steht). Naja, aber auch wenns langweilig war, muss mans mal mitgemacht haben.
Am Samstag und Sonntag haben wir dann weiter nichts besonderes unternommen. Wir mussten ja nach wie vor „unser“ Haus hüten und haben dort nur was für die Uni getan und ein bisschen aufgeräumt, da Robert und Sandy am Samstagabend aus dem Urlaub zurück gekommen sind und wir das Haus ja auch in einem einigermaßen guten Zustand zurückgeben wollten. Das einzig Bemerkenswerte an diesem Wochenende war, dass es ziemlich heiß war, so dass man draußen ohnehin nicht so viel hätten machen können. Besonders der Montag hatte es temperaturmäßig in sich. Nachdem der Wetterbericht die Vorhersagen mehrfach nach oben korrigiert hatte wurde Montag mit 45° der heißeste Tag aller Zeiten im Los Angeles County, zu dem auch Long Beach gehört (http://articles.latimes.com/2010/sep/27/local/la-me-hottest-ever-20100928), was dann doch schon ein wenig außergewöhnlich war. Und das war dann auch nicht mehr sonderlich angenehm, vor allem weil dazu kein bisschen Wind wehte. Bis auf den Weg hin und zurück zur Uni hab ich da auch versucht immer schön in Nähe einer Klimaanlage zu bleiben. Am Dienstag hatte sich das Wetter dann aber zum Glück wieder normalisiert und wir konnten zum Alltag zurückkehren. 

Ansonsten war ich in der Woche wie immer jeden Tag brav in der Uni und am Dienstag- und Donnerstagnachmittag sind wir außerdem noch an den Strand gefahren, da es ja immer noch angenehm warm war und es immer noch ein paar Strände gibt an denen wir nicht waren. Wer es genau wissen will, am Dienstag waren wir in Seal Beach und am Donnerstag in Sunset Beach. Und dann war auch schon wieder Freitag. Und an diesem Freitag sind wir auch endlich zu unserem Whale-Watching-Trip aufgebrochen, den wir schon seit wir hier sind machen wollen, zu dem wir aber irgendwie bis jetzt nie gekommen waren. Leider war unsere Jagd auf Blauwale nicht ganz so erfolgreich wie erhofft und wir haben auf unserer knapp 4-stündigen Bootsfahrt vor der Küste Long Beachs nicht einen einzigen Wal zu Gesicht bekommen. Dafür haben wir aber jede Menge Delfine, Seelöwen und Pelikane gesehen und ein schön Rundfahrt vor der Küste entlang gemacht und konnten uns dabei Long Beach und Los Angeles mal vom Wasser aus ansehen, was auch sehr schön war, wie man vielleicht auf den Fotos erkennen kann. Ich werte den Trip daher trotzdem als Erfolg, auch wenn wir unser eigentliches Ziel verfehlt haben.
 Am Samstag sind wir dann mal wieder ein bisschen shoppen gegangen. Diesmal aber nicht in einer Shopping Mall oder im Supermarkt, sondern auf einem so genannten Yard Sale oder auch Garage Sale, der amerikanischen Version eines Flohmarkts. Anstatt, dass alle Leute ihren Ramsch zusammenkramen, zu einer bestimmten Stelle tragen und dort verkaufen macht einfach jeder seine Garage auf und baut alles was er verkaufen möchte in und vor seiner Garage auf. Alle Leute, die zum Yard Sale kommen können dann bequem mit dem Auto von einem Haus zum nächsten fahren und schön ohne auszusteigen gucken, ob sie etwas von den angebotenen Sachen gebrauchen können oder nicht. Praktisch ein Drive-In-Flohmarkt. Und wenn man dann mal was Gutes entdeckt hat einfach aussteigen, bezahlen, das Teil in den Kofferraum bzw. auf den Pick-Up werfen und weiter gehts. Echt easy und man kann richtig gute Schnäppchen machen. Wir haben uns aber nur sehr wenig gekauft dort und vor allem nur Sachen, die auch wir auch wirklich noch brauchten z.B. für unsere Wohnung. Es ging bei der Tour auch mehr um die Erfahrung mal einen richtigen Yard Sale besucht zu haben als wirklich viel einzukaufen. 
Der nächste Tag war dann der Sonntag und außerdem, HURRA, mein Geburtstag. Daher auch an dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön an alle die an mich gedacht und mir gratuliert haben. Die richtig große Feier hat es auch ohnehin nicht gegeben. Hat also keiner etwas verpasst :-). Und natürlich hab ich auch nicht den ganzen Sonntag zu Hause gesessen, sondern wir sind mal wieder nach Los Angeles gefahren. Und diesmal gings nach Hollywood. Und was haben wir da gemacht? Natürlich das, was alle Touristen machen. Sind den Walk of Fame entlang gegangen, haben uns die wichtigsten Attraktionen angeschaut, zumindest von außen, und haben Fotos vor dem berühmten Hollywood Schriftzug gemacht. Was halt alle so machen. Fotos sind natürlich auch schon online. Anschließend sind wir dann außerdem noch durch Beverly Hills gefahren und haben uns ein bisschen angeschaut wie die Reichen und Schönen so leben. 
Danach war das Wochenende auch schon wieder vorbei und es wurde wieder Zeit sich auf die Uni zu konzentrieren. Und viel mehr war in dieser Woche auch nicht drin, da ich am Dienstag und Mittwoch meine ersten beiden Zwischenprüfungen hatte und daher ziemlich im Lernstress war. Außerdem hatten wir in dieser Woche ein paar Probleme mit unserem Internet, da unsere Nachbarn, mit denen wir das Internet bis jetzt geteilt hatten ausgezogen sind. Ich war also in der letzten Woche nur sehr schlecht bis gar nicht zu erreichen, falls das überhaupt irgendjemandem aufgefallen ist. Aber auch egal, denn mittlerweile läuft unser Internet wieder einwandfrei und ich bin wieder über alle Kanäle voll da. 

Und schon ist wieder Wochenende. Wie schnell die Zeit doch vergeht. An diesem Wochenende haben wir dann mal wieder einen kleinen Trip unternommen und sind den Pacific Coast Highway (Highway 1) von Los Angeles aus in Richtung Norden nach San Francisco gefahren. Da es auf diesem Trip aber ziemlich viel zu sehen gab, hab ich dort auch knapp 500 Fotos gemacht, die ich erstmal sortieren muss. Daher mache ich an dieser Stelle jetzt auch Schluss mit diesem Beitrag und mach mich daran die Fotos zu sortieren und hochzuladen. Sobald ich das geschafft hab, schreib ich so schnell wie möglich weiter und berichte mehr von unserem Trip. 

Schöne Grüße aus Kalifornien

Sascha


Freitag, 24. September 2010

Der Sommer geht, die Sonne bleibt...

Moin, moin aus den USA. Es ist mal wieder an der Zeit mit meinen Berichten fortzufahren und endlich mal die letzten zwei Wochen aufzuholen. Haben auch nicht ganz so viel erlebt in der Zeit, was erwähnenswert wäre.

Also, nachdem wir ja in den Besitz „unseres“ Autos gekommen waren mussten wir entsprechend unserer Abmachung an den drei Wochenenden, an denen Robert und Sandy im Urlaub sind, auf deren Haus aufpassen. Das waren dann die beiden letzten Wochenenden und dieses. Dementsprechend haben wir die beiden letzten Wochenenden wieder im schönen Santa Magarita verbracht. Am ersten Wochenende haben wir dabei auch nicht allzu viel unternommen, weil wir (oder ich zumindest) recht viel für die Uni zu tun hatten, wobei schonmal der ganze Samstag drauf gegangen ist. Am Sonntag waren wir dann auch nur noch einkaufen und kurz am Pool bevor wir abends wieder zurück nach Long Beach gefahren sind. Nichts besonderes also. Und außerdem mussten wir natürlich noch ein paar Dinge im Haus erledigen, wie Katzen füttern, den Garten wässern und noch so ein paar andere Kleinigkeiten.

Unter der Woche ist dann auch nicht viel passiert. Ich kann mich jedenfalls gerade an nichts besonderes erinnern, was ich hier jetzt schreiben könnte. Morgens halt zur Uni und nachmittags dann je nachdem was gerade anliegt. Einkaufen, Hausaufgaben machen, lernen oder einfach fernsehen. Ein ganz normaler Tagesablauf halt. Und nach 4 Tagen war dann auch schon wieder Wochenende und wir waren wieder in Santa Magarita.
Das Wochenende war dann auch etwas ereignisreicher als das Letzte. Am Freitag waren wir erstmal im Irvine Spectrum. Das ist eine riesige Shopping-Mall in Irvine (ca. 15 Meilen von Santa Magarita), in der es außer jeder Menge Geschäfte und Restaurants auch Kinos, Fitness-Center, Karussells und auch ein Riesenrad gab. War also schon recht groß. Und die ganze Mall war zudem noch echt schön aufgebaut und anzusehen. Ich hätte euch ja auch gerne Fotos davon gezeigt, aber ich hatte leider meine Kamera zu Hause vergessen. Vielleich reiche ich das aber nochmal nach, ich glaube irgendwie das ich nochmal in dieser Shopping-Mall landen könnte.

Am Samstag haben wir dann auch nicht nur den ganzen Tag zu Hause gesessen, sondern haben mal eine kleine Tour durch das schöne Orange County gemacht. Dabei sind wir ganz im Süden in Dana Point gestartet und sind dann immer der Küste entlang durch Laguna Beach, Newport Beach bis nach Huntington Beach im Norden gefahren. Zwischendurch haben wir dann auch immer mal Pause gemacht, um uns an den Strand zu legen, die Städte anzuschauen oder einfach nur um schöne Fotos zu machen. Ging ja jetzt wieder, denn an dem Tag hatte ich an die Kamera gedacht. Und für die, die die Bilder sehen wollen: sind schon alle hochgeladen. Gerne hätte ich auch noch Bilder vom Sonnenuntergang gemacht, aber auf dem Pier in Huntington Beach wurde es leider am Abend so kühl und windig, dass wir das nur mit dünnem T-Shirt und kurzer Hose nicht mehr ausgehalten haben bis zum Sonnenuntergang zu warten. Aber auch das hole ich bestimmt nochmal nach.
So und damit war das Wochenende dann auch schon wieder beendet, denn am Sonntag stand wieder nur Hausaufgaben machen auf dem Programm und ansonsten ausruhen. Ja, und in der Woche ging es halt wieder zur Uni, also auch nichts besonderes. Nur das Wetter war etwas schlechter diese Woche. Pünktlich zum Herbstanfang war es am Dienstag und Mittwoch den ganzen Tag bewölkt und mit 22° doch recht kühl. Aber dafür soll das erste Herbstwochenende wieder spitze werden. Das ganze Wochenende sonnig, bei 32° am Samstag, 35° am Sonntag und 37° am Montag. Ich hoffe da kommt kein Neid auf.

So und damit ist dann wieder Freitag und damit Wochenende. Und da jetzt der Zeitpunkt erreicht ist, an dem ich vor meinen PC sitze und an diesem Beitrag schreibe sieht es so aus als ob ich es tatsächlich geschafft habe die Zeit wieder einzuholen. Und ich habe mich dabei auch noch relativ kurz gefasst. Ich bin selbst überrascht von mir. Denn kann ich ja sogar noch einen kurzen Ausblick geben. Für heute Abend haben wir nämlich Tickets für das Baseball-Spiel Los Angeles Angels - Chicago White Sox. Denn wenn man schonmal in den USA ist muss man sich natürlich auch sowas mal anschauen. Ich hoffe nur, dass es auch ein bisschen interessant wird, denn eigentlich halte ich nicht allzu viel vom Baseball. Auch wenn ich mittlerweile die Regeln kann, find ich das immer noch extrem langweilig wenn ich das im Fernsehen sehe. Auch hoffe wenn man live dabei ist wird das anders. Die Tickets haben schließlich über 50$ gekostet!

So, damit beende ich denn mal diesen Beitrag und wünsche euch allen einen schönes Wochenende. Ich werde es auf jeden Fall haben bei den Wetteraussichten :-). Ich melde mich dann mit meinem nächsten Beitrag wieder wie gewohnt in ein bis zwei Wochen.

Viele Grüße aus Long Beach,

Sascha

Donnerstag, 16. September 2010

Endlich ein Auto...

So, da ich mit meinem Beiträge der Zeit immer noch ein wenig hinterherhinke, hier das nächste Update:

Also das erste Wochenende nach Semesterstart war gleich ein sehr langes Wochenende, denn wir hatten nicht nur am Freitag frei, sondern am Montag war auch noch Labor Day! Also ein schönes 4-Tage-Wochenende. Diese vier freien Tage wollten wir dann natürlich auch nutzen und haben uns dafür entschieden in den Yosemite National Park zu fahren. Für die Ortsunkundigen: der Nationalpark liegt relativ zentral in Kalifornien, etwa 150 Meilen östlich von San Francisco und ca. 350 Meilen (560km) von Long Beach entfernt. Um dahin zu kommen, brauchten wir aber natürlich ein Auto. Wir hatten zwar schon länger überlegt uns hier ein Auto zuzulegen aber jetzt mussten wir uns dem Thema doch ernsthaft mal annehmen. Zu unserer großen Freude konnte dieses Problem recht schnell gelöst werden. Nachdem wir schon öfter mal mit Robert und Sandy (zur Erinnerung: das sind die beiden, bei denen wir die ersten 2 Wochen gewohnt haben) darüber gesprochen haben, wo wir denn am günstigsten ein Auto mieten können, haben sie uns die denkbar beste Lösung angeboten: Robert leiht sich ein Auto von seiner Ex-Frau und er leiht uns dann bis Mitte Dezember sein Auto! Als Gegenleistung müssen wir dann lediglich in den nächsten 2 Wochen bzw. Wochenende auf das Haus der beiden aufpassen (Garten bewässern, Katzen füttern, usw.). Ein unschlagbarer Deal meiner Meinung nach. Also sind wir jetzt für den Rest unseres Aufenthalts hier im Besitz eines 2008er Mitsubishi Eclipse Spyders. Ziemlich cool, oder?
Naja, aber ohne Auto geht in den USA auch einfach nicht viel. Alternativ wäre Bus fahren oder Fahrrad fahren möglich und beides ist mehr schlecht als recht. Mit dem Fahrrad kann man im Prinzip nur zur Uni fahren. Oh, habe ich eigentlich erwähnt das ich mir vor 3 Wochen ein Fahrrad gekauft habe? Nein? Hab ich aber. Also mit dem Fahrrad zur Uni geht (sind nur ca. 2km), aber weiter zu fahren wird schon gefährlich. Es gibt hier nämlich keine Fahrradwege, wenn man ganz viel Glück hat mal eine Bike Lane auf der rechten Seite. Man muss also ganz normal mit auf der Straße fahren. Und wenn man dann mal links abbiegen will auf einer fünfspurigen Straße wird es richtig lustig! Rechts fahren ist aber auch schlecht. Denn wenn man mal geradeaus will an der Kreuzung und das Auto links neben einem nach rechts. Naja ihr könnt es euch vielleicht denken. Und falls ihr denkt, die Autofahrer müssen doch auf Fahrräder achten beim Abbiegen...vergesst es, macht keiner. Liegt aber auch daran, das kaum jemand Fahrrad fährt hier und die Chance jemanden zu erwischen dann einfach zu gering ist. Die andere Alternative wäre der Bus. Ich muss Long Beach ja zu Gute halten, dass es sehr viele Buslinien gibt und auch sehr viele Stationen, so dass man eigentlich überall mit dem Bus hinkommt. Und da der Amerikaner an sich ja sehr lauffaul ist, sind die Stationen auch teilweise nur 50m voneinander entfernt. Das Problem ist nur, dass die Busse nur alle 30 Minuten fahren und das auch sehr unregelmäßig. Außerdem gibt es im Prinzip keinen Fahrplan. Na gut, es gibt schon einen Fahrplan, und ich bin mir fast sicher die Busse fahren an ihrer Starthaltestelle auch pünktlich los, aber wir wohnen halt an Haltestelle 35 oder so. Jedenfalls kommen je nach Verkehrslage die Busse bei uns immer irgendwann. Mal nach Fahrplan, mal 15 Minuten früher, mal 20 Minuten später. Macht dann auch irgendwann keinen Spaß mehr immer 30 Minuten zu warten an der Haltestelle....auch wenn wir mit unserem Studentenausweis umsonst fahren können. Das ganze Land ist halt darauf zugeschnitten, dass sich die Menschen nur mit dem Auto fortbewegen. Wir jetzt zum Glück auch :-).

Aber ich bin mal wieder von meinen Erzählungen abgekommen. Wir sind also am Labor-Day-Weekend mit unserem Auto in Richtung Yosemite National Park gefahren. Genauer gesagt waren wir letztlich aber in drei Nationalparks. Dem Sequoia, dem Kings Canyon und dem Yosemite National Park. Als wir am Freitagmorgen gestartet sind, sind wir als erstes zum Sequoia National Park gefahren, da dieser ohnehin fast auf dem Weg liegt wenn man zum Yosemite fährt. Die Hauptattraktion des Parks sind vor allem die großen Sequoias, die größten Bäume der Welt. Natürlich mussten wir uns dann auch den größten Baum der Welt anschauen, General Sherman. Schon echt beeindruckend wie groß die sind. Am Abend sind wir dann weiter zu unserem Hotel gefahren, haben noch ein paar Einkäufe erledigt und haben dann den Samstag und Sonntag im Yosemite Nationalpark verbracht. Was man da schönes machen kann: die schöne Landschaft genießen, Wandern, Picknicken oder einfach mit dem Auto durch die Berge fahren. Und weil man sowas immer so schlecht beschrieben kann, hab ich natürlich auch das ganze Wochenende fleißig Fotos gemacht (ihr kennt den Link ;-)). Das einzig Negative an dem Wochenende war nur, dass außer uns leider noch Zehntausende andere Leute die Idee hatten das Labor-Day-Weekend im Yosemite zu verbringen. Das führte dann leider vor allem an den großen Touristenattraktionen zu langen Staus und riesigen Menschenmassen. Am Montag sind wir dann auf unserem Rückweg nach Long Beach noch durch den Kings Canyon National Park gefahren und haben dort noch einen kurzen Stopp in bei einer Höhle gemacht, in der ich leider meine Sonnenbrille verloren habe :(. Und jetzt spart euch bitte die dumme Frage, was man mit einer Sonnenbrille in einer Höhle macht. Ansonsten war es aber ein sehr schönes Wochenende.
Zurück in Long Beach hat uns dann am Dienstag wieder der triste Uni-Alltag eingeholt. Und trist war es wirklich. Nachdem wir am Wochenende in den Bergen noch Sonne und bis zu 41° hatten, mussten wir am 7.September, dem 34.Tag unserer Reise den ersten Schlechtwettertag erleben. Statt blauem Himmel, wie sonst immer üblich, war es den ganzen Tag bewölkt und am Morgen hat es sogar ein bisschen genieselt. Und das ganze bei nur 23°. Unglaublich sowas, wofür bin ich denn hierher gefahren. Na ok, ich glaube das Wetter in Deutschland ist doch noch ein wenig schlechter. Aber gut, ab Donnerstag war das Wetter dann doch wieder besser und es schien wieder den ganzen Tag die Sonne. Ansonsten habe ich die Woche auch nichts besonderes erlebt. Morgens zur Uni, nachmittags Hausaufgaben machen, einkaufen oder entspannen. Ach ja, ich wollte ja auch noch kurz erwähnen was ich hier eigentlich für Kurse belege. Also für die, die es interessiert: nach den Uni-Richtlinien darf ich 12 Units belegen. Das entspricht normal 4 Kursen, da jeder Kurs 3 Units hat. Mit der Ausnahme, dass Sportkurse nur eine Unit haben. Ich konnte also auch 3 normale Kurse und 3 Sportkurse belegen, für das ich mich dann entschieden habe. Ich belege jetzt also „Mircroprocessor Principles and Applications“, „Electronic Control of Motors“ und „Flight Mechanics“ (nicht ganz E-Technik, aber man muss ja auch mal über den Tellerrand schauen) als normale Vorlesungen und außerdem „Volleyball“, „Basketball“ und „Weight Train“. 

So, da ich es wieder einmal nicht geschafft habe mich kurz zu fassen mach ich an dieser Stelle mal wieder Schluss und sehe, dass ich mit meinem Blog immer noch eine Woche hinter der Zeit zurück liege. Aber ich werde weiter versuchen die Zeit aufzuholen. Versprochen! Bis dahin...

Viele Grüße und ein schönes Wochenende

Sascha

Fotos: http://picasaweb.google.de/109928597509986878187

Mittwoch, 8. September 2010

Die Uni beginnt...

Hallo Leute,

nachdem mein letzter und bisher ja auch einziger Blogeintrag mittlerweile schon mehr als zwei Wochen her ist, wird es unbedingt Zeit für ein Update. Ich hatte leider die letzte Woche sehr viel zu tun und bin daher nicht eher dazu gekommen mal wieder was zu schreiben. Aber gut. Wo war ich das letzte Mal stehen geblieben...

Vor zweieinhalb Wochen, also das war am 22. August, wenn ich mal so auf meinen Kalender schaue, waren wir in Downtown Los Angeles. Das Gute ist, dass die die LA Metro bis nach Long Beach fährt und wir deshalb jederzeit für nur 1,50$ nach Los Angeles fahren können. Wir haben uns da ein bisschen die Wolkenkratzer, die historischen Gebäude, Chinatown und Little Tokyo angeschaut, also ein bisschen Sightseeing gemacht. Gibt natürlich auch wieder ein paar Fotos dazu. Leider kann man sich in Los Angeles auch recht schnell verlaufen und landet dann im Ghetto. Statt die 3rd Street entlang zu laufen sind wir eine Kreuzung weiter gegangen und wollten die 4th Street nehmen, was wir besser nicht getan hätten. Denn auf einmal gab es nur noch alte leerstehende und heruntergekommen Gebäude vor denen jede Menge Zelte und Berge aus Pappkartons aufgebaut waren in denen Obdachlose lebten. Später haben wir dann erfahren, dass das schon die erste Straße eines Viertels ist, das man als Tourist unbedingt meiden soll. Naja, wir leben ja noch. Aber als Tipp für alle anderen: In amerikanischen Großstädten nicht unbedingt jede Abkürzung nehmen!
 

Am Dienstag der darauffolgenden Woche sollte dann endlich die Uni losgehen. Zumindest die Einführungswoche. Nachdem wir am Montag noch einmal die Sonne Kaliforniens geniessen konnten, hieß es am Dienstag um 7 Uhr aufstehen und um 8 in der Uni sein zur Begrüßung, bei der uns kurz die ganze Uni und der Ablauf des Semesters erklärt wurde. Danach mussten wir dann zum Medizincheck, bei dem u.a. überprüft wurde, ob wir auch alle Impfungen haben und anschließend haben wir unsere Studienausweise bekommen, mit denen wir übrigens in ganz Long Beach umsonst Bus fahren können. Und damit war der erste Unitag auch schon wieder beendet und das schon um 12 Uhr. Die weiteren Tage der Einführungswoche ließen dann aber leider auch viel zu wünschen übrig. Zwar sind die Leute im für uns zuständigen American Language Institute (ALI) sehr nett und wir können jederzeit vorbei kommen und sie alles fragen, aber ein richtiges Einführungsprogramm gab es im Prinzip nicht. Am Mittwoch mussten wir nur da sein, um unsere Studiengebühren (4700$ !!!) zu bezahlen, was aber auch über 2 Stunden gedauert hat, am Donnerstag nur um uns für die Internetplattform der Uni anzumelden und am Freitag gab es dann zumindest noch ein Welcome-Lunch, das aber nur aus gelieferter Pizza, Salat und Softdrinks bestand. Der einzige zusätzliche Programmpunkt war an einem Nachmittag mit dem öffentlichen Bus in ein nahegelegenes Shopping-Center zu fahren. Dabei wurde uns dann gezeigt wie man den Bus benutzt und was für Geschäfte es alles gibt. Naja, wenn man erst einen Tag vorher angekommen ist vielleicht ganz nett, aber da wir schon 3 Wochen da waren, wussten wir leider schon wo die Shoppingzentren zu finden sind.

Also haben wir die freien Nachmittage der ersten Woche dazu genutzt die Uni auf eigene Faust zu erkunden, damit wir wenn es richtig losgeht auch wissen wo wir hinmüssen und vor allem auch wo wir was zu Essen bekommen, denn sowas wie eine Mensa gibt es an amerikanischen Unis nicht. Dafür sind auf dem Campus aber fast alle gängigen amerikanischen Fast-Food- und Restaurantketten zu finden, damit man auch jeden Mittag lecker Burger essen kann. Na denn guten Appetit. Ansonsten ist die Uni aber echt cool. Hab natürlich auch wieder jede Menge Fotos von der Uni gemacht, die ihr euch gerne mal anschauen könnt.


Am Wochenende mussten wir uns dann natürlich erstmal von der „harten“ Uniwoche erholen und haben einfach mal nichts gemacht, bevor es dann am Montag (das war dann letzte Woche Montag, um mal klarzustellen wo ich bin) richtig mit der Uni losging. Und die erste richtige Woche wurde dann auch wie erwartet richtig anstrengend. Da wir nämlich an keinem „richtigen“ Austauschprogramm teilnehmen, sind wir hier in einem Open-University-Programm. Das bedeutet ganz grob, dass wir uns nicht vorher im Internet für die Kurse, die wir machen möchten, einschreiben können sondern erst ein Registration-Form brauchen, mit dem wir dann zu den entsprechen Professoren gehen müssen, damit wir an der Veranstaltung teilnehmen können. Das führt natürlich zu zwei Hauptproblemen. Erstens: man weiß nicht genau, was einen in den Kursen erwartet, da es die genauen Infos nur gibt, wenn man sich online für die Kurse anmeldet. Da das aber nicht geht muss man zu jedem Kurs, der einen interessiert hingehen und sich die erste Vorlesung anhören. Zweitens: viele Kurse sind schon voll. Also muss man erst den Professor anbetteln, damit er einen noch in den Kurs aufnimmt. Tut er das trotzdem nicht, Pech gehabt. Also blieb mir nichts anderes übrig als mir so viele Kurse wie möglich anzuhören, um mir daraus dann die besten auszusuchen. So hab ich dann von Montag bis Donnerstag jeden Tag von 9 Uhr morgens bis 8 Uhr abends in der Uni verbracht und versucht etwas Passendes zu finden, was mir dann aber auch irgendwie gelungen ist. Und das beste ist: ich konnte meine Kurse so wählen, dass ich am Freitag immer frei habe :-). Das war aber auch ehrlich gesagt nicht so schwer, denn am Freitag finden allgemein nur sehr wenige Kurse statt, so dass ein Großteil der Studenten hier am Freitag frei haben.

So, da es jetzt schon relativ spät ist und ich auch schon wieder eine ganze Menge geschrieben habe mache ich an dieser Stelle erstmal eine Pause. Was für Kurse ich jetzt eigentlich gewählt habe und was ich so am letzten Wochenende und diese Woche erlebt habe, dass erfahrt ihr dann spätestens am Sonntag, falls ich es schaffe auch schon eher.

Hier noch einmal der Link zu den Fotos: http://picasaweb.google.de/109928597509986878187

Viele Grüße aus Long Beach

Sascha

Sonntag, 22. August 2010

Das Auslandssemester kann beginnen...

Hallo Leute,

nachdem mich viele von euch gefragt haben, ob ich einen Blog schreibe während ich weg bin, will ich diesem Wunsch nun doch endlich mal nachkommen. Ich hoffe nur, es finden sich jetzt auch wirklich ein paar Interessenten die diesen Blog verfolgen. Außerdem muss ich so nicht jedem einzeln erzählen was ich so die ganze Zeit hier mache :-).

Also das Wichtigste zuerst:
Ich bin sicher in den USA abgekommen und seit dieser Woche auch endlich in meiner richtigen Wohnung. Falls also irgendjemand mal Lust hat mir Post zu schicken kann er das gerne tun. Meine Adresse ist:

5050 E Garford Street #107
Long Beach, CA 90815
USA

Ansonsten bin ich ab jetzt auch mehr oder weniger regelmäßig über Skype (sascha.heinssen), ICQ (108299731), StudiVZ, Facebook oder auch telefonisch unter 04401/505055 zu erreichen (ja kein Witz, ich bin über diese deutsche Nummer erreichbar. Zumindest solange mein Notebook an ist). Und falls ganz dringend was ist, ist mein Handy auch immer an.

Aber jetzt mal von Anfang an:
Am 04.08.2010 haben sich Birthe und ich auf die lange Reise nach Long Beach in die USA gemacht. Für diejenigen unter euch, denen ich es vielleicht vergessen habe zu erzählen: Ich bin nicht alleine in die USA gefahren, sondern zusammen mit Birthe, die genau wie ich in diesem Semester in Long Beach studiert. Birthe ist eine Kommilitonin von mir und studiert auch Elektrotechnik an der Uni in Bremen. Aber jetzt weiter. Der Flug hierher war wie erwartet die Hölle. Nachdem der Flug von Hamburg nach Kopenhagen und dann weiter nach New York noch ganz ok lief, wurde es in New York richtig stressig. Dank der US-Grenzbeamten, die ja jeden für einen potentiellen Terroristen halten, habe ich es nicht mehr geschafft rechtzeitig für meinen Anschlussflug einzuchecken und dadurch offensichtlich den Anspruch auf meinen Platz im Flugzeug verloren. Zumindest war die Maschine auf einmal voll. Und ich war nicht drin. Zum Glück hat sich aber ein Passagier freiwillig dazu bereit erklärt wieder aus dem Flugzeug auszusteigen (nochmals danke dafür), so dass ich auf den letzten Drücker doch noch meinen Flug nach Phoenix und weiter nach Los Angeles erwischt habe. So sind wir dann, mittlerweile völlig erschöpft, knapp 24 Stunden nach dem Start endlich an unserem Ziel angekommen. Kleiner Tipp an dieser Stelle: Jeder, der nicht aufs Geld achten muss, sollte immer einen Direktflug buchen!

In Amerika angekommen wurden wir von Robert vom Flughafen abgeholt. Um das gleich mal aufzuklären: Freunde von Freuden von Verwandten von Birthe, Robert und Sandy, hatten uns angeboten uns vom Flughafen abzuholen und bei ihnen für die ersten Tage zu wohnen, bevor wir eine richtige Wohnung gefunden haben. Also hat Robert uns dann vom Flughafen abgeholt und zu sich nach Hause in Rancho Santa Magarita gefahren. Rancho Santa Magarita liegt im Übrigen etwa 30 Meilen südöstlich von Long Beach mitten in Orange Country.

Nachdem wir dann erst einmal richtig ausgeschlafen haben, begannen unsere ersten Tage hier in Amerika damit, dass wir uns auf die Suche nach einer Wohnung und nach 2 weiteren Mitbewohnern machen mussten. Dazu haben wir am Donnerstag erstmal übers Internet nach brauchbaren Wohnungen bzw. Apartments gesucht und jede Menge Leute über die Homepage unserer neuen Uni angeschrieben. Am Freitag sind wir dann nach Long Beach zur Uni gefahren und haben uns da auch nochmal am schwarzen Brett nach brauchbaren Unterkünften umgesehen, bevor wir dann damit losgelegt haben uns die einzelnen Wohnungen anzuschauen. Das erwies sich aber als deutlich schwieriger als erwartet, denn wie wir schnell festgestellt haben, können zwischen der Beschreibung der Wohnung im Internet und der Wirklichkeit Welten liegen....vor allem beim Preis! Alle angegebenen Preise gelten nämlich grundsätzlich nur, wenn man zwölf Monate bleibt. Dazu kommen außerdem noch Anmeldegebühren, Versicherungen und noch ein paar andere Kosten, die nur auf direkte Nachfrage und auch dann höchstens mal im Nebensatz erwähnt werden. Achja, und Steuern kommen selbstverständlich auch noch drauf! Transparenz sieht irgendwie anders aus. Naja, nach langen Diskussionen haben wir dann am darauffolgenden Mittwoch doch endlich eine schöne Wohnung im Beverly-Plaza-Apartmentkomplex gefunden in die wir diese Woche Montag eingezogen sind. Die Beschreibung der Wohnung erspar ich mir jetzt mal und verweise auf die Fotos. Erwähnenswert ist nur, dass unser Apartment selbstverständlich klimatisiert ist und wir Zugang zu drei schöne Swimming-Pools haben :-).

Unsere Suche nach Mitbewohnern verlief anfangs auch nicht ganz so erfolgreich, da wir nur wenig Rückmeldung von den angeschriebenen Personen erhalten haben. So sind wir also von unserem ursprünglichen Plan abgewichen vielleicht mit ein paar Einheimischen zusammen zu leben und haben uns doch an die anderen Deutschen gehalten, die auch nur in diesem Semester in Long Beach sind und wohnen jetzt mit zwei Studenten aus Bielefeld zusammen. Die beiden heißen Anton und Ali und studieren beide Maschinenbau.


Natürlich haben wir aber nicht die ganzen ersten zwei Wochen nur mit der Wohnungssuche verbracht, sondern hatten auch noch genug Zeit für andere Dinge. Wie bereits erwähnt waren wir ja die ersten zwei Wochen nicht in Long Beach, sondern haben bei Robert und Sandy in Rancho Santa Magarita gewohnt. Aus den ersten Nächten sind also schnell die ersten zwei Wochen geworden :-). Hier haben wir entweder an einem der Pools gelegen, die die Stadt extra für die Bewohner angelegt hat und pflegt, sind in einem der unzähligen Einkaufszentren hier shoppen gegangen oder sind mit Robert nach Laguna Beach an den Strand gefahren (Robert arbeitet in einer Kirche in Laguna Beach...die Fahrt dahin hat sich also angeboten). Ansonsten haben uns die beiden in den ersten Tagen hier sehr geholfen, indem sie uns gezeigt haben, wie man sich hier so zurecht findet und vor allem auch wo man günstig einkaufen kann. Gerade beim Einkaufen kann man sich nämlich schnell vertun, da die Mehrwertsteuer erst an der Kasse dazu kommt und nicht wie bei uns schon im Preis inbegriffen ist.


An diesem Montag sind wir dann aber ja endlich in unsere Wohnung in Long Beach eingezogen. Allerdings hatten wir noch keine Möbel. Unserer Betten und ein großes Sofa konnten wir aber dank Roberts Hilfe sehr günstig über „Goodwill“ bekommen. Das ist so eine Art Wohlfahrtsverband, bei dem Leute oder Firmen gebrauchte oder auch neue Sachen spenden können und die dann da günstig verkauft werden. Ist also nicht das Beste, bin aber ja schließlich auch nur 4 Monate hier. Für alles andere sind wir am Dienstag erst einmal zu IKEA gefahren und haben uns noch mit Tisch, Stühlen und Lampen eingedeckt, so dass es mittlerweile ganz wohnlich in unserem Apartment ist. Und wenn wir ab nächste Woche auch endlich Fernsehen haben, dann ist es fast wie zu Hause :-).


Ansonsten haben wir den Rest der Woche ein bisschen die Gegend um unsere Wohnung erkundet, haben uns die Uni angeschaut, sind zum Strand gefahren oder haben uns ein bisschen in Downtown Long Beach umgeschaut. Aber schaut euch einfach ein paar Fotos an. Und wenn wir gerade mal nicht unterwegs waren haben wir bei uns im Apartmentkomplex im Pool entspannt. Am Samstag war hier in Long Beach außerdem noch Red Bull Flugtag. Vielleicht kennt das der ein oder andere ja noch, gabs nämlich glaube ich auch mal in Deutschland. Das ist ansonsten die Veranstaltung bei der sich ein paar Verrückte mit ihren selbstgebauten Fluggeräten von einer Rampe ins Meer stürzen. Das durften wir uns natürlich nicht entgehen lassen und sind gestern zum Rainbow Harbor nach Downtown gefahren, wo das Spektakel stattfand. Und heute haben wir dann mal die Metro hier getestet und sind nach Downtown Los Angeles gefahren. Aber dazu beim nächsten Mal mehr...

So, dass war im Groben das, was ich so in den ersten zweieinhalb Wochen hier in den USA erlebt habe. Ich könnte zu allem noch viel mehr erzählen, aber ich glaube dieser Eintrag ist ohnehin schon zu lang geworden. Falls doch noch jemand mehr wissen will, könnt ihr euch gerne über eine der oben angegebenen Kontaktadressen bei mir melden. Ansonsten versuche ich diesen Blog alle ein bis zwei Wochen zu aktualisieren, um euch ständig auf dem Laufen zu halten. Und falls ich das mal vergessen sollte, was schnell mal vorkommen könnte (ihr kennt mich), macht mich bitte dezent darauf aufmerksam ;-).

Und noch etwas wichtiges: Ich spreche des Öfteren mal von Fotos. Alle Fotos sind in meinem Google-Webalbum hochgeladen und können unter folgender Adresse angeschaut werden: http://picasaweb.google.de/109928597509986878187

So, damit bin ich dann wirklich am Ende meines ersten Blogeintrags. Ich verspreche die anderen werden nicht so lang.

Viele Grüße aus Long Beach, California

Sascha